13.02.2026
© Staatliches Bauamt Rosenheim

Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern in Mühldorf am Inn: Wettbewerb „Kunst am Bau“

Das dreigeschossige Gebäude ist als Holzbau in Passivhausstandard mit begrünter Fassade geplant und bietet Platz für knapp 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Ländliche Entwicklung Oberbayern. 

An welcher Kunst sie auf dem Weg zu ihrem neuen Arbeitsplatz vorbeigehen werden, das steht schon fest: Ausgelobt war dafür ein geladener Wettbewerb, genauer gesagt ein einphasiger, nicht-offener, anonymer Realisierungswettbewerb. Ein Auswahlgremium wählte dabei aus einem Pool insgesamt acht Künstlerinnen und Künstler aus und lud sie ein, einen Entwurf für die gestellte Aufgabe einzureichen. Die Auswahl erfolgte auf der Grundlage von Referenzen aus realisierten Kunst-Projekten und/oder Entwürfen im Hinblick auf die vorliegende Aufgabe. Zur Gestaltung standen Teile des Außenbereichs sowie des Eingangsbereichs des neuen Amts für Ländliche Entwicklung Oberbayern. 

Mit der künstlerischen Gestaltung „SPUREN“ konnte der Künstler Joseph Maurus Wandinger letztlich die Jury überzeugen. Es handelt sich dabei um eingelassene Bodenreliefs, zum Großteil aus recyceltem Aluminium. Sie werden im Sandgussverfahren in regionaler Produktion gefertigt. Jede Reliefplatte ist einzigartig und trägt Abdrücke von Naturmaterialien, wie Inn-Kieseln, Karwendel-Granit sowie von traditionellen Bauweisen und Formen wie Münchner Putz. Ihre Freiformen sollen an topographische Linien, Flussläufe oder Wasserflächen erinnern. Der Künstler selbst beschreibt seine Idee so: „Die Aufgaben des Amts für Ländliche Entwicklung - Flächen behutsam zu ordnen und Naturräume zu schützen - finden in den Reliefs eine künstlerische Entsprechung: Sie machen sichtbar, dass Natur nicht linear, sondern organisch, und unvorhersehbar gestaltet ist.“

Zusätzlich wird eines der Reliefs auf 45 cm Höhe als Sitzfläche gestaltet; so können die Reliefs nicht nur betrachtet, sondern auch genutzt werden. 

Der zweite Platz geht an die Künstlerin Anna Lena Keller mit ihrem Entwurf „Acer“, einer Skulptur, die, inspiriert aus der Form von Ahornsamenflügeln, einen Begegnungsort schafft. Der dritte Platz geht an Sina Heffner und ihren Entwurf „Semen“, ein Skulpturenensemble, das die Form von Samen und Keimlingen als Symbole für Leben, Kultur und Hoffnung aufgreift. 

Betreut wurde der Wettbewerb vom BBK München und Oberbayern e.V. 


Digitale Ausstellung

Alle acht künstlerischen Entwürfe, die am Kunst-am-Bau-Wettbewerb für den Neubau des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberbayern in Mühldorf am Inn teilgenommen haben, waren Ende 2025 im Staatlichen Bauamt Rosenheim in einer eigenen Ausstellung zu sehen. 

Wenn Sie diese Ausstellung verpasst haben, können Sie sich hier noch einmal einen Überblick verschaffen.


Die Ausstellung im Staatlichen Bauamt Rosenheim
Die Ausstellung im Staatlichen Bauamt Rosenheim © Staatliches Bauamt Rosenheim
Die Wettbewerbsjury
Die Wettbewerbsjury © Staatliches Bauamt Rosenheim